Ankommen

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Die Freiheit spüren weitergehen zu können,

den Ausblick genießen,

die Sinne erleben,

die Gefühle spüren. 

 

Im Ankommen nur kurz verweilen und wissen,

dass das immer nur ein Moment ist,

der vergeht, damit die Reise weitergehen kann. 

***

Kann ich Situationen in meinem Leben nicht gut annehmen, dann kommt in mir hin und wieder das Bedürfnis nach Ankommen hoch, nach einem „Wenn das nur so und so wäre, dann wäre alles gut!“.  Nur das gibts nicht. Ankommen in eben beschriebener Form, ist eine Illusion. Wenn ich im Ankommen verweilen möchte, packt mich die bewegende Kraft des Lebens und zeigt mir, dass Stillstand keine Option für mich ist.

Nach dem Essen kommt der Hunger (irgendwann wieder), nach dem Schlafen die Müdigkeit, nach Bewegung kommt Ruhe, nach dem Regen die Sonne – die Gesetzmäßigkeiten der Natur sind nicht auf permanente Zustände ausgelegt. Immer ist alles in Veränderung. Das Anzunehmen, erlaubt mir auch die ungewollten Situationen anzunehmen. Ich gehe dann tief in das Vertrauen, dass sich etwas verändern wird. Vielleicht weiß ich noch nicht was und vielleicht weiß ich auch nicht wann, aber dass sich etwas verändern wird ist gegeben. Bis dahin versuche ich die Situation ganz anzunehmen, alle Widerstände zu identifizieren und zu beobachten. Nach und nach jeden Widerstand auflösen, noch mehr in die Akzeptanz gehen. Oft sind es auch Widerstände gegen Dinge über die ich überhaupt keine Kontrolle habe, das Wetter, den Willen meiner Tochter, der Bus, die Leute im Bus, die Uhrzeit oder Ähnliches. Gerade hier, volle Akzeptanz, alles was möglich ist. Und dann nach und nach die Aufmerksamkeit auf Feinheiten lenken, die in dieser Situation positiv sind – Was ist gut an dem, wie es ist? Die Leichtigkeit spüren, die das Annehmen mit sich bringt.

Je besser ich die ungewollte Situation annehmen kann, je weniger Widerstand und Ablehnung ich ihr entgegenbringe, je genauer ich sie verstehe und erlebe, desto schneller zieht sie auch wieder vorbei. Als ob sie ihre Aufgabe erledigt hat und nun nicht mehr gebraucht wird. In diesem Moment verweile ich dann kurz, bevor die Reise weitergeht.

 

© Picture by Julia Puckmayr, sinn-impuls.at

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