Gastbeitrag: Hören wir auf, uns als Rabenmütter zu bezeichnen!

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Kathrin schreibt:

Weder ich noch meine Mutter sind Rabenmütter. Ich merke immer wieder, wie ich mich selbst und andere Mütter abwerte. Hören wir auf, uns selbst fertig zu machen. Beginnen wir lieber zu vermehren und so ein glücklicheres Leben zu leben. Das bedeutet für mich sinnvolles Leben.

Mütter sind an so vielem schuld

Irgendwie sind wir Mütter so oft schuld für so vieles und ganz besonders für das Leid unserer Kinder. Wenn sie weinen, dann stimmt etwas nicht. Wenn sie wütend sind, dann haben wir etwas falsch gemacht. Ich will nicht mehr schuldig sein.

Jede Mutter gibt alles

Mütter sind von Natur aus so, dass sie alles geben für ihre Kinder. Sie wollen das Beste für sie. Das hat die Natur so eingerichtet. Also können wir keine Rabenmütter sein. Meine Mutter hat alles gegeben und Aussagen wie „Hätte meine Mutter damals anders gehandelt, dann würde es mir jetzt besser gehen!“ bedeutet Verantwortung abschieben und sich selbst als Mutter abzulehnen. Seitdem ich selbst Mutter bin, weiß ich, was es bedeutet Mutter zu sein und was dies alles mit sich bringt. Ich gebe alles für das Wohl meiner Kinder.

Alles ist unvollkommen

So auch wir Mütter. Ja, ich bin unvollkommen. Ja, ich mache Sachen, die ich später gerne nicht gemacht hätte. Doch nur deswegen mich als Mutter zur Gänze abzuwerten und alle liebevollen Anteile abzulehnen, geht gar nicht mehr! Alles im Leben ist unvollkommen und es ist gut so, denn sonst gäbe es keine Entwicklung mehr. Stell dir vor, alles wäre perfekt. Was würde dann bleiben? Genau diese Unvollkommenheit gibt mir die Möglichkeit, mich zu entwickeln. Die Unvollkommenheit umarmen und mit ihr die Mutter sein, die ich gerade bin.

Lasst uns sichtbar werden als liebevolle Mütter

Jede Mutter liebt ihr Kind, ob sie es spürt oder nicht. Das hat die Natur schon so eingerichtet. Ich hab mich gefragt, was das Gegenteil von Rabenmutter ist… ich kenne es nicht. Deswegen  beginne ich jetzt, meinen Fokus auf mich als liebevolle Mutter zu richten. Denn die Liebe ist unendlich und kann alles heilen. Wenn ich mich als Mutter liebe, dann höre ich auch damit auf, meine Mutter als Rabenmutter zu sehen. Wir Mütter sind unschuldig. Schuld existiert nicht!

Erkennen und entfalten

Das Beenden der Rabenmütter schaffe ich dann, wenn ich im Jetzt erkenne, dass ich mich ablehne. Ich habe mich heute als Mutter abgelehnt, weil ich mich als Rabenmutter bezeichnet habe. Warum? Weil ich mein Kind fremdbetreuen lasse. Dies bewerte ich als: Das geht gar nicht, ich sollte viel mehr Zeit mit meinem Kind verbringen. Und genau darum geht es: Wenn ich erkenne, dann kann ich verändern! Ich kann jetzt die Liebe entfalten. Meinen Fokus auf das richten, was gut an der Fremdbetreuung ist und den Fokus auf mich als liebevolle Mutter richten.

Über Kathrin:

Kathrin ist Mutter von zwei Töchtern, eine ist 3 Jahre und die andere noch im Bauch. Sie ist Buddhistin, übt sich in Achtsamkeit und kann so erkennen wo sie gerade steht und was sie verändern will. Sie ist Bloggerin und schreibt über die Themen Sichtbar sein als Frau, langsame und erfolgreiche Unternehmerin sein und wie Buddhas Lehre fürs Business genutzt werden kann. http://kathrinsieder.at/

© Text by Kathrin Sieder, http://kathrinsieder.at/

© Picture by pixabay.com

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